Großhandel - Küche - Bad - Heizung - Sanitär - Werkzeug


 

Beckmann Flensburg

Die Fa. Beckmann wurde im Jahre 1890 in Flensburg gegründet und befindet sich seit 1971 in der Liebigstraße 18 in Flensburg. Das Unternehmen befindet sich nunmehr in der vierten Generation im Privatbesitz der Familie Schiller und wird heute von dem alleinigen geschäftsführenden Gesellschafter Jens Schiller fortgeführt.

 

Zur Zeit werden 25 Mitarbeiter in den Bereichen Innen- und Außendienst - sowie Umschüler und Auszubildende beschäftigt.

 

Im Laufe der Jahre hat sich die Firma Beckmann auf die Bereiche Küche, Sanitär, Heizung und Werkzeuge spezialisiert und bietet innerhalb dieser Sortimente eine entsprechende Kompetenz und Know-How aus einigen Jahrzehnten.

In unseren Ausstellungsräumen - von über 2000 qm Fläche - präsentieren wir Ihnen Küchen und Bäder für jeden Geschmack und in allen Preislagen.

 

Unser Firmenleitsatz lautet: "Der Kunde ist der wichtigste Mensch im Unternehmen" - das steht nicht nur auf dem Papier, sondern wird täglich von uns gelebt.

 



Die Beckmann Chronik




Vom Handel mit Eisen und Achsen … zum exklusiven Fachgeschäft für Küche, Bad, Heizung und Werkzeug.


Ende des vorletzten Jahrhunderts begründete Johann Heinrich Beckmann eine dauerhafte und krisenfeste Flensburger Firmengeschichte.


Am 04.11.2010 begeht die Firma Beckmann ihr 120 – jähriges Bestehen. Angefangen hat alles in Flensburgs ursprünglichem Siedlungskern, der jetzigen Innenstadt. Auf dem Grundstück Norderstraße 32 befand sich bereits seit 1888 eine Eisenwarenhandlung des Kaufmanns Johannes Jensen. Diese veräußerte er am 17. Mai anno 1890 an Johann Heinrich Beckmann und Friedrich Behre aus dem Hannover`schen Raum. Durch den Kaufvertrag gründet die Firmengeschichte formal auf das Jahr 1890. Bemerkenswerte 81 Jahre lang blieb die Norderstraße Firmensitz (bis 1971). Maßgeblicher Namensgeber wurde J. H. Beckmann, da sein Partner bereits nach drei Jahren ausschied und in Kiel kaufmännisch tätig wurde.

 

„Johann Heinrich Beckmann war ein rühriger Unternehmer“ heißt es in der Firmenchronik. So ließ er neben seinem „Stammgeschäft“ in der Norderstraße 36 einen Neubau für einen Haushaltswarenhandel errichten; in der Großen Straße gründete er einen Laden für Stahlwaren. Beide Unternehmen verkaufte er aber bald wieder. Er konzentrierte sich auf den Handel mit Eisenwaren aller Art, Werkzeugen, Werkzeugmaschinen, Röhren und Fittings sowie Wagenachsen, Federn und Baubeschlägen. Das Absatzgebiet reichte bis weit nach Dänemark hinein.

 


1909 trat die Familie Schiller in das Unternehmen ein. Mitgesellschafter Franz Schiller kam aus Hamburg, war dort bei einer renommierten Großhandlung tätig gewesen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren bei seinem Eintritt alles andere als positiv: Ständig steigende Löhne bei gleichzeitigem Preisverfall und belastenden Außenständen verlangten ihm laut Chronik „äußersten Fleiß und persönliche Sparsamkeit“ ab.

 

Der Erste Weltkrieg unterbrach seine Aufbauarbeit ab 1914 komplett – er war die vollen vier Kriegsjahre eingezogen. Im Jahr 1919 schied Gründer J. H. Beckmann vereinbarungsgemäß aus der Firma aus. Zu den Kriegsfolgen für den nunmehr alleinigen Inhaber Franz Schiller gehörte unter anderem, dass die dänischen Absatzgebiete verloren gingen. In der Folge verschlimmerten eine galoppierende Inflation und die politische Instabilität der Weimarer Republik das Wirtschaften. Viele Flensburger Firmen überlebten dies nicht.

 

Die Einführung einer Vollkanalisation in Flensburg in den 20er Jahren nutzte die Firma Beckmann gleichwohl zum Aufbau einer Sanitärabteilung, die längst wesentlich am Umsatz beteiligt ist. Trotz der widrigen wirtschaftlichen Umstände wahrte Franz Schiller das soziale Wohl seiner Mitarbeiter. Der langjährige Prokurist Friedrich Jessen hatte beim „Alten“ ab 1923 gelernt und schilderte zum 75-jährigenFirmenjubiläum, wie der Inhaber auf die katastrophale Inflation der 20er Jahre reagierte: danach zahlte der Chef die Löhne zunächst wöchentlich, dann täglich aus. Orientierungswert war die dänische Krone. Wenn morgens das Geld ausgehändigt war, hatten die Mitarbeiter  zunächst frei, um einzukaufen – mittags hätte sich der Währungswert bereits halbiert … Franz Schiller verstarb 1958 im Alter von 82 Jahren.

 



Sein einziger Sohn, Heinz Schiller, kam 1928 in das Unternehmen. 1906 in Hamburg geboren, besuchte er die Schule in Flensburg. Eine kaufmännische Lehre absolvierte er in Landsberg/Warthe, der Heimat seiner Eltern, bei der Lehrfirma seines Vaters.


Es folgte eine Gesellenzeit in einer Hamburger Eisenwaren- und Werkzeughandlung. Eine geplante Auslandstätigkeit in Tanga /Ostafrika Anfang 1928 kam nicht zustande. Nach Eintritt in die väterliche Firma rundete er seine Fach-, vor allem aber seine Dänischkenntnisse in Aalborg ab.

 

1936 erhielt er Prokura, 1945 wurde er persönlich haftender Gesellschafter von Beckmann.

 

Während des Zweiten Weltkriegs herrschte ein strenges Regime, auch für Kaufleute: Geschäfte, die nicht der Versorgung der Bevölkerung dienten oder als kriegswichtig galten, wurden geschlossen – ein makabrer Indikator des „totalen Kriegs“. Die Aktivitäten der Firma Beckmann wurden jedoch (außer im Einzelhandel) aufrechterhalten; beliefert wurden Rüstungsbetriebe und die Wehrmacht in und um Flensburg.

 

Heinz Schiller war „u.k.“, also unabkömmlich, und daher vom Wehrdienst befreit. Zusammen mit seinem fast 70–jährigen Vater manövrierte er die Firma durch den Krieg. Die unversehrten Firmengebäude, ein Mitarbeiterstamm, der weitgehend überlebt hatte, sowie aufs Land ausgelagerte Warenbestände erleichterten den Neuanfang nach dem Krieg.

 

Etwa 1946 kamen die Grundstücke Norderstraße 30 und 30a als großzügige Verkaufs- und vor allem Lagerräume zum Stammsitz nebenan dazu. Von der Aufwärtsentwicklung während des so genannten „Wirtschaftswunders“ profitierte auch das Unternehmen Beckmann.

Die Folge: Akuter Platzmangel in der Norderstraße, verschärft durch die innerstädtische Verkehrssituation, die besonders dem Großhandel zu schaffen machte. Ende der 60er Jahre fiel die Entscheidung, den Betrieb an den Stadtrand zu verlagern und auszubauen. Im damals neuen "Industriegebiet Süd" wurde der Stadt ein Grundstück von 10.000 Quadratmetern Größe abgekauft und eine geräumige Halle darauf gebaut. Seit 1971 agiert das Familienunternehmen von der Liebigstraße 18 aus, auch heute noch.

 


Aufgrund der optimierten Platzverhältnisse diversifizierte die Firma Beckmann: Die Sanitär- wurde um die artverwandte Heizungsabteilung erweitert, die Kunden fortan mit einem entsprechenden Vollsortiment bedient. Auch die Sparte Einbauküchen erfuhr einen erfolgreichen Ausbau – sie bietet heute Spitzenprodukte aus deutscher Produktion von Leicht und Siematic.

 

Seit der Gründung 1890 war der Handel mit Werkzeugen und entsprechenden Maschinen Tätigkeitsschwerpunkt, ganz nach dem Motto „Gutes Werkzeug – halbe Arbeit“.  „Günstigen“ Baumärkten wurde und wird mit erstklassigen Profiprodukten inklusive kompetenter Fachberatung durch gut geschulte Mitarbeiter Paroli geboten. Heinz Schiller verstarb im Jahr 2005 im bemerkenswert hohen Alter von 99 Jahren.

 

Weit vorher, zum 75. Firmengeburtstag, trat Sohn Olaf Schiller mit umfangreichen Branchenerfahrungen im In- und Ausland 1965 in die Firma ein. Maßgeblich hat er den Umzug aus der Enge der Innenstadt an den heutigen Standort mit vorangetrieben. Bis zum Sommer 2010 war er Mitglied des fachkundigen Berater- und Verkaufsteams; seitdem befindet er sich im wohlverdienten Ruhestand. Von 1982 bis 2004 hatte er die Firma gemeinsam mit Bruder Iver – Andreas Schiller geführt.

 


In vierter Generation leitet heute Jens Schiller die Geschicke des in den Segmenten Küche, Bad, Heizung und Werkzeug gut aufgestellten Familien – Unternehmens "Beckmann GmbH".

 

„Wie unschwer zu erkennen ist, haben wir den einmal eingeführten Firmennamen „Beckmann“ beibehalten, obwohl bereits vier Generationen unserer Familie die Firma maßgeblich ausgebaut haben“, sagt der Kaufmann.

 

Zur Zeit werden 25 Mitarbeiter in den Bereichen Innen- und Außendienst - sowie Umschüler und Auszubildende beschäftigt.

 

Im Laufe der Jahre hat sich die Firma Beckmann auf die Bereiche Küche, Sanitär, Heizung und Werkzeuge spezialisiert und bietet innerhalb dieser Sortimente eine entsprechende Kompetenz und Know-How aus einigen Jahrzehnten.